Mallorcas Ostküste, Porto Christo und die Höhlen von Manacor
Ab der Punta de n’Amer nimmt das Meer eine intensive blaue Farbe an und die aufeinander folgenden Strande ziehen den Besucher durch ihre Schönheit in ihren Bann: Playa de Sa Coma Cala Moreia S’lllot und Cala Morlanda Einst waren diese Strande Zufluchtstätte für Piraten und als diese Gefahr verschwand, verwandelten sie sich in den Meereszugang für die Dörfer in
der Umgebung. Im 20. Jahrhundert veränderte sich ihr Charakter grundlegend durch den Bau von Siedlungen und Hotelkomplexen, mit denen dieser Küstenabschnitt übersät ist.
13 Kilometer landeinwärts liegt Manacor die zweitwichtigste Stadt der Inselgruppe der Balearen, Manacor ist eine von der Landwirtschaft geprägte Stadt mit einer beachtlich dynamischen Gewerbetätigkeit. Ihre zwei bedeutendsten Industriezweige sind Möbeltischlerei und Kunstperlen. Das
Gewerbe der Möbelfertigung hat eine so lange Tradition, dass die Schreiner von Manacor bereits im 17. Jahrhundert ihre eigene Zunft gründeten und sich somit von Palma lossagten. Die Kunstperlenindustrie hat Manacor weltweiten Ruf eingebracht. Sie wurde von dem Deutschen Eduard Friedrich Hugo Heusch begründet, der 1902 die erste Fabrik eröffnete. Dasselbe Unternehmen begann 1951 mit der Produktion einer Perlenart, der Majorica, die in wenigen Jahren weltweit große Popularität erlangte. In den Geschäften der Stadt können wir die aus diesen Perlen geschaffenen Kreationen bewundern, Zudem besteht die Möglichkeit eine der Fabriken zu besuchen.
Von den Sehenwürdigkeiten verdient die Pfarrkirche im gotischen Stil, der allerdings durch die im 19. Jahrhundert durchgeführten neugotischen Umbauten stark verfälscht wurde, Beachtung. Ebenfalls sehenswert sind der barocke Kreuzgang des Klosters Sant Domenec, die Torre de Ses Puntes aus dem 14. Jahrhundert, in der heute wechselnde Ausstellungen stattfinden und die ebenfalls mittelalterliche Torre des Enagistes, die heute das Museum von Manacor beherbergt.
Außerhalb von Porto Cristo wetteifern zwei Tropfsteinhöhlen in Bezug auf ihre Schönheit: die Coves dels Harns und die Coves del Drac.
Die Coves dels Harns wurden 1906 entdeckt und erhielten wegen der Form ihrer filigranen Stalaktiten diese Bezeichnung, die «Haken» bedeutet. Bei dem etwa 1000 Meter langen Rundgang ist besonders der «Meer von Venedig» genannte Grottensee hervorzuheben, der mit einem Boot überquert werden kann sowie die Säle «Kaiserpalast» und «Engelstraum». Die Coves del Drac wurden 1896 von dem französischen Höhlenforscher Edouard Martel im Auftrag von Erzherzog Ludwig Salvator von Habsburg entdeckt. Sie erhalten den Namen Drac (Drachen), weil der Legende nach ein Fabelwesen in ihnen hauste. Sie sind etwa zwei Kilometer lang und umfassen vier Höhlen: Franzosen-Höhle, Ludwig-Salvator-Höhle, Weiße Höhle und Schwarze Höhle. Die Stalaktiten und Stalagmiten breiten sich in dem gesamten Innenraum aus, wobei sie bisweilen verschmelzen und eigenwillige Kompositionen ausbilden. Die Hauptattraktion dieser Tropfsteinhöhlen ist der Große See, dessen 177 Meter Länge ihn zu einem der größten Grottenseen weltweit machen. Ein kleines, an Bord eines Boots sitzendes Orchester verabschiedet vom Großen See aus die Besucher mit seinen Interpretationen klassischer Musik, die auf ein Lichtspektakel abgestimmt ist, Porto Cristo, der Hafen von Manacor, ist einer der dynamischten Ferienorte Mallorcas und einer der ältesten Ankerplätze der Insel, wie dies der Fund eines im Sand verschütteten römischen Schiffs sehr nah am Land belegt, Am Ende einer engen und geschützten Cala angelegt, bewahrt Porto Cristo bis heute sein Seemannsflair, das harmonisch neben Handel und Fremdenverkehr steht, Es bietet außerdem schöne Strande und ein Aquarium ganz in seiner Nähe.
Zwischen Porto Cristo und Porto Colom stößt man auf unzählige Strande und Calas. In einem ersten Abschnitt finden wir Cala Magrana, Cala Anguila, Cala Estany, Cala Romantica Cala Falco und Cala Serrat, Weiter im Süden folgen die sogenannten Calas de Mallorca die aufgrund ihrer außerordentlichen Schönheit zu Landschaften von touristischem Interesse erklärt wurden. Die Cales de Mallorca umfassen so zauberhafte Winkel wie Cala Bota, Cala Soldat, Cala Antena, Cala Domingos und Cala Murada. Die bereits zur Gemeinde Felanitx gehörende Cala Murada ist zu einem belebten Sommerurlaubsort geworden. Das hier gewählte originelle von Kreisen und Radien inspirierte Straßenmuster ist kurios.
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